Donnerstag, Dezember 21, 2006
Dienstag, November 14, 2006
Castor la Vista







Vor unserer Abreise hatte mir Amadeus ja schon die ein oder andere Geschichte erzählt, wie Polizisten wie Nutztiere durchs Dorf getrieben wurden oder von Szenen wie aus Braveheart, wo auf einer Seite die Demonstranten und auf der anderen Seite
die Grünen standen, irgendwann die eine Seite anfing zu schreien, dann die andere einstimmte und sich
mit einer urgewalt die ganze Schose in einem Gemetzel entlud...das war vor 10 Jahren.
Aber wie siehts nun heute aus. Dazu kann ich nur soviel sagen, nach diesem Wochenende weiß ich wie es in Deutschland aussieht, sollten wir einmal ein ähnliches Ereignis wie 9/11 erleben.
Man sieht den Wald vor lauter grünen Menschen nicht mehr.
Der Wahnsinn, über 10.000 Polizeibeamte im Einsatz und die linke Hand scheint nicht zu wissen was die Rechte tut. So gibt es Situationen in denen man in eine Kontrolle gerät, seinen Presseausweis zeigt, weiterfahren darf und nach exakt 5 Metern halten sie dich wieder an und das Procedere beginnt von vorne.
Einmal durften wir eine Straße nicht mehr in Richtung Norden befahren. OK dachten wir uns, fahren wir halt Richtung Süden. Keine drei Kilometer später machte uns ein
netter Helfer in grün darauf aufmerksam, dass sich auch in diese Richtung keine zivilen Fahrzeuge bewegen dürfen. Hierbei betonte der Beamte ständig, dass er nur auf Anweisung handelt. Daraufhin machten wir den Polizisten darauf aufmerksam, dass es für uns nahezu unmöglich ist, nicht zurück und nicht nach vorn zu fahren, also auf der Stelle zu verweilen, ohne dabei den Castor zu behindern. Das leuchtete dann selbst ihm ein und er lies uns im Sinne des Castors gewähren. Manchmal bringt es halt schon was, einfach nur seinen Verstand gebrauchen zu dürfen.
Eine andere sehr lustige Situation ergab sich am letzten Tag. Wir wollten filmen, wie Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt werden. Hierbei unterstützte ich Frank, unseren Kameramann, mit 100 Watt zusätzlichem Licht, da es dunkel wie im A... von ner Kuh war. Nur wenige Sekunden später hörten wir folgendes durch die Lautsprecheranlage: der Demonstrant mit dem Scheinwerfer, verlassen sie sofort den 50 Meter- Schutzbereich. Anderenfalls müssen wir von den Wasserwerfern gebrauch machen. Nach einer Reaktionsverzögerung von 3 Sekunden, machte es dann auch bei mir klick und ich schaute Richtung Wasserwerferkabine und warf denen einen fragenenden Blick zu. Der antwortende Blick reagierte umgehend: ja sie meine ich. Also den Sheriffs meinen Pionierausweis gezeigt und nen grinsenden Blick hinterher. Ist ja auch nicht so offentsichtlich, dass wir von der Presse sind, schließlich is so ne EB- Kamera und nen Pressesprecher im Schlepp noch lange kein Freibrief, da kann ja jeder kommen. Mann, mann, mann...da stellt man sich schon so einige Fragen.
Noch am selben Abend, allerdings zu etwas späterer Stunde musste Kollege Frank dringend pinkeln und fuhr auf einen Parkplatz, keine 3 Sekunden dauerte es und ein Herr von der Bundespolizei steckte seinen Kopf ins Wageninnere und fragte mich mit unangemessener Lautstärke: was ist das für ein Fahrzeug? Ich antwortete:
Eine A-Klasse...hesheshes...wasn Spass...da fiel ihm nichts mehr ein, dann kam Frank zurück und der Beamte fragte: sind sie ein ziviler Kollege (wir sahen nämlich aus wie Bul...ähh Polizisten) und Frank antwortete: nein, nur jemand der mal pinkeln musste...damit hatte er nun garnicht gerechnet und war wohl in seiner Welt von Gut und Böse völlig aus dem Gleichgewicht gebracht...jemand der pinkeln muss, is der nun Freund oder Feind...ganz schön schwierige Frage!
Nach 3 Tagen, insgesamt 6 Stunden Schlaf, einer zerschossenen Ölwanne, 223 durchfahrenen Polizeisperren, 312-mal Presseausweis zeigen, mindestens 140 Geschwindigkeitsübertretungen, wegen Zeitverzugs und 54 sehr guten, von Frank erzählten, Witzen war die Geschichte dann vorbei.
Völlig übermüdet und trotzdem extrem aufgedreht, kamen wir dann am Montag wieder in Hannover an. Danach war 18 Stunden lang Komaschlafen angesagt. Von hieraus gehen noch Grüße an den Aktivisten der ersten Stunde: Lebe Deinen Traum Stepy! Sonst tu ichs....
Donnerstag, November 09, 2006
Was pack ich ein...
was nehm ich mit...,mein Palituch mit Fransen dran damit ich später vor lauter Tränen und Gas noch atmen kann.
Vorhin hat man mir allen Ernstes unterbreitet, ich darf bei der Fahrt ins Wendland nicht meinen Ausweis vergessen,
da eine Verhaftung nicht auszuschließen ist.
Noooooooin, naja im Notfall ruf ich Freeback an, der muss mich da rausboxen, natürlich für lau.
Außerdem wurde mir gerade bewusst, dass ich vor 17 Jahren meine erste Coca-Cola getrunken hab...ihr wisst schon die Mauerspechte, 9. November, neunundachtzig, ich glaub ohne diese Vögel hätt ich ne Menge interessante Leute nicht getroffen. In diesem Sinne Grüße an meinen Schwager Christian, Marc in Karlsruhe und my Hannah in Fränkfurt und den Rest den ich vergessen hab, ja genau de HannoverReporter Crew...all time free press and now push the buttom!
Mittwoch, November 08, 2006
Party on Wayne!
Am 18.11. feiere ich zusammen mit dem Sebastian meinen Geburtstag in
Halle in der Carl von Ossietzky Str.29 (bei Schwenke klingeln)!
Also alle, denen ich schonmal die Hand geschüttelt oder nen verachtenden Blick zugeworfen habe, sind recht herzlich eingeladen sich angemessen zu besaufen.
Ansonsten gehts am Wochenende ins Wendland, den Castortransport begleiten.
Dann hab ich hier auf der Seite bestimmt mal wieder was lustitsches zu verzählen.
Hoffe mal ich werd nicht vom Zug überrollt und wir können uns dann nächstes Wochenende live und in Farbe sehen.
Euer Fidel Castor...lasst die Zigarren erglimmen!
Mittwoch, November 01, 2006
Wo gehts bitte schön zur schlechten Laune
Ich kanns Euch nicht sagen. Mir gehts nämlich saugut!
Und wie geht doch gleich nochmal das
Lied...von hinten wie von vorne H-NNAH :-) Grüße ans OstX






















